Fachbereich Beratung & Betreuung
Im April 1998 wurde aus mehreren autonom agierenden Fachbereichen (Sozialberatung, ambulantes Übergangswohnen, stationäres Übergangswohnen, Langzeitwohnen) ein in sich durchlässiges Konstrukt von Wohnbetreuung geschaffen, wobei die Sozialberatung die Erstanlauf- bzw. Clearingstelle für den gesamten Wohnbereich ist. Die Soziale Arbeit GmbH verfügt aktuell über insgesamt 73 betreute Wohnplätze und 10 unbetreute Notwohnplätze (Pension Torwirt).
Stufenmodell des Wohnens
Als Besonderheit gilt das sogenannte Stufenmodell des Wohnens. Die erste Stufe (stationäres Übergangswohnen) dient als Vorbereitungs- und Klärungsphase für die zweite Stufe ambulantes Übergangswohnen oder Langzeitwohnen.
Die Pension Torwirt ist unbetreut und wird von der Sozialberatung beschickt. Die Abwicklung der Pension Torwirt vor Ort (Schlüsselausgabe, -abgabe, Reinigung etc.) übernehmen MitarbeiterInnen unserer Wohnungs- und Liegenschaftsverwaltung, in enger Kooperation mit der Sozialberatung.
Dieses Konstrukt wird durch zunehmende Flexibilität und hohe Qualitätsansprüche in vielen Fällen den Bedürfnissen der hilfesuchenden KlientInnen gerecht. Trotzdem gibt es für manche Problemlagen nicht immer eine befriedigende Lösung (z.B. junge Erwachsene, Alleinerzieherinnen, psychisch kranke Frauen).
Wohnungsmarkt
Mit dem Ziel der Gemeinnützigen Wohnraumbereitstellung mietet die Soziale Arbeit GmbH seit 1.4.1998 Garconnieren für das ambulante Übergangswohnen an. Das ursprüngliche Ziel, den betreuten Menschen am Ende des Betreuungszeitraumes die Wohnung als Hauptmietobjekt zu übertragen und die Betreuungsplätze immer wieder durch Neuanmietungen zu ersetzen, scheitert immer wieder an den Bedingungen des Wohnungsmarktes. Wohnraum für soziale Zwecke ist eine sehr begrenzte Ressource. Auch die Genossenschaften können trotz großer Bemühungen nicht dazu bewegt werden, dem Sozialbereich ein ausreichendes Kontingent an leistbarem Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Am privaten Wohnungsmarkt sind wir abhängig von Immobilienmaklern, die (noch) bereit sind, nach den Sozialhilferichtlinien zu vermitteln und zu vermieten. Das Vorurteilsdenken gegenüber sozialhilfeabhängigen Menschen aber auch negative Erfahrungen machen die Wohnvermittlung zunehmend schwieriger. Dazu kommt, dass wir derzeit in der Stadt Salzburg einer neuen Wohnungsnot entgegengehen, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind.
E-Mail Betreutes Wohnen