Sozialkürzungen treffen uns alle

Im österreichischen Sozialbereich werden derzeit Angebote gekürzt, Stellen nicht nachbesetzt, Projekte reduziert und Leistungen eingeschränkt. Eine aktuelle Erhebung der MOMENT-Kürzungslandkarte dokumentiert bereits 201 Fälle von Kürzungen und Leistungseinschränkungen. Die gemeldeten Fälle betreffen mindestens 230.929 Klient und 10.325 Mitarbeiter. Die Zahlen sind dabei nur ein Zwischenstand.
Was bedeutet das aber konkret?
Soziale Arbeit hilft Menschen, bevor aus schwierigen Situationen größere Krisen werden. Wir beraten, begleiten, unterstützen beim Wohnen, schaffen Beschäftigung und Qualifizierung und helfen Menschen dabei, wieder neue Perspektiven zu entwickeln.
Wenn solche Angebote reduziert werden, verschwinden die Probleme nicht. Es gibt weniger Zeit für Beratung, weniger Möglichkeiten zur Unterstützung und weniger Chancen, frühzeitig gegenzusteuern.
Eine Kürzung im Sozialbereich spart deshalb nicht automatisch dort, wo sie im Budget sichtbar wird. Sie kann Kosten und Probleme lediglich an andere Stellen verschieben.
Für uns ist soziale Arbeit deshalb keine zusätzliche Leistung, die man beliebig zurückfahren kann. Sie ist ein wichtiger Teil einer Gesellschaft, in der Menschen Unterstützung bekommen, bevor ihre Situation weiter eskaliert.
Wir sehen jeden Tag, was möglich wird, wenn Beratung, Beschäftigung, Wohnen und Begleitung zusammenspielen.
Damit diese Arbeit wirken kann, braucht es aber vor allem eines: ausreichend Ressourcen für soziale Arbeit.
Den Bericht von Momentum Institut können Sie hier sehen: https://www.moment.at/story/kuerzungslandkarte-wo-oesterreich-beim-sozialen-spart/



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